Die Salzbachbühne

Geschichte

Mitte des Jahres 1994 wurde von Monika Teutenberg und Angelika Schröer die Idee geboren etwas für die Kultur in der Stadt Werl zu tun und eine Theatergruppe zu gründen. In den folgenden Monaten mussten nun Freunde und Bekannte motiviert werden um dieses ehrgeizige Projekt auf die Beine zu stellen. Wir versuchten die VHS in Werl als Partner für das neue Laientheater zu gewinnen, doch für die VHS schien das Risiko zu hoch, wenn das Ganze in einem Fehlschlag enden sollte.
Die neuen Schauspieler wurden schnell unter Freunden und Bekannten gefunden.

Nun musste auch noch eine Person für die Regie gefunden werden. Ein Tipp von Renate Fischer brachte uns mit Clara Menzinger zusammen. Durch Clara Menzinger hatten wir jetzt auch Kontakt zum Mariengymnasium und außerdem eine erfahrene Regisseurin gefunden. Dem Mariengymnasium ist eine Theateraula angegliedert. Mit rund 400 Sitzplätzen und einer Bühne mit entsprechender Beleuchtung ist die Aula für unsere Theateraufführungen bestens geeignet.

Nach den Sommerferien im Jahr 1995 begannen nach Verteilung der Rollen die Proben für das erste Stück. Clara Menzinger hatte „Tante Frida“ ausgesucht.
Und nun probten Jutta Schmitz, Gabi Pieper, Detlev Stute, Ursula Brüning, Monika Teutenberg, Johannes Valerius, Heinz Steinkötter und Theo Wächter wöchentlich an diesem Stück. Als Souffleuse wurde Carol Schulte aktiv und für die Maske konnte Claudia Koal gewonnen werden. An dem ersten Bühnenbild und der Technik arbeiteten Ulrich Schmitz, Gerhard Teutenberg und Theo Wächter.

Alles war neu für uns, und so mussten viele Dinge bedacht werden:
Die Plakate, Programmhefte und Eintrittskarten mussten entworfen und gedruckt werden, für das erste Bühnenbild die Zeichnungen erstellt und umgesetzt, die Kostüme zusammengestellt werden, und-und-und...
Und alles musste von uns in irgendeiner Weise vorfinanziert werden. Jeder legte einen 100-Markschein in den so genannten „gemeinsamen Topf“ aus dem wir dann alle Kosten bestritten. Hier wollen wir allen unseren Sponsoren danken, die uns bei den ersten Schritten und auch in den folgenden Jahren großzügig unterstützt haben.

Drei Vorstellungen sollten es werden! „Ganz schön mutig“, sagten die Einen und die Anderen meinten, „Das klappt nie“! Doch wir ließen uns nicht beirren und Anfang des Jahres 1996 begannen wir mit dem Kartenvorverkauf. Jeder hatte einige Eintrittskarten in der Tasche und versuchte diese nun an den Mann bzw. Frau zu bringen. Der ganze Kartenverkauf lief schleppend an, und doch hatten wir dann irgendwann die Premiere ausverkauft, aber die beiden anderen Termine noch nicht. Noch während der Proben erkrankte unsere Regisseurin Clara Menzinger aber wir probten weiter, denn wir hatten uns ein Ziel gesetzt.

Kaum waren unsere ersten Plakate verteilt kam zu unserem Entsetzen ein zweites Plakat in den Umlauf - zu unserem Premierentermin gab Justus Franz mit seinem Orchester ein Benefizkonzert in der Werler Stadthalle. Der 7. März 1996 – Tag der Premiere – war da. Das Lampenfieber bei den Akteuren nahm ständig zu. Und dann wurde das erste Stück der Salzbachbühne aufgeführt. Ein voller Erfolg, denn kaum waren in den Zeitungen die Kritiken gedruckt gab es für die anderen Vorstellungen keine Karten mehr. 1200 Besucher hatten „Tante Frida“ gesehen.

1997 wurde aus dem losen Zusammenschluss von Theaterbegeisterten ein eingetragener Verein. In der Mitgliederversammlung am 4. Dezember 1997 wurde die Satzung beschlossen und die Theatergruppe gab sich den Namen „Salzbachbühne e.V., Werl“

Nach Beendigung der Spielzeit 2006 waren wir in diesem Jahr nicht untätig. Die auf unsere Initiative in Zusammenarbeit mit der Stadt Werl und dem Mariengymnasium begonnene Renovierungsaktion der Theateraula, konnte innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden. Die gesamte Bestuhlung sowie die Verdunklungsvorhänge konnten dank vieler Sponsoren ausgetauscht bzw. erneuert werden. Der Vorraum, der Flur, der gesamte Bühnenrückraum und die Seitenpfeiler der Aula wurden durch Mitglieder der Salzbachbühne gestrichen. Der Vorraum wurde mit neuen Deko-Vorhängen ausgestattet. Die Stadt Werl ließ den Bühnenboden abschleifen, nachdem wiederum die Salzbachbühne die unzähligen Nägel im Bühnenboden versenkt hatte.

Auch die Geselligkeit kommt bei uns nicht zu kurz. Nach den Proben treffen wir uns in unserem Stammlokal "Pizzeria Capri - bei Tino & Toni". Und in der Sommerpause, nachdem alle Vorstellungen gelaufen sind, ist unser Lokal alle 14 Tage dienstags Treffpunkt zum Stammtisch. Verschiedene Ausflüge haben wir gemeinsam unternommen und haben u.a. auch die Pfalz, Amsterdam und Köln unsicher gemacht.

Unser Ausflug im September 2011 nach Hamburg 



Soziales Engagement

Ein Anliegen aller Mitglieder der Salzbachbühne ist es, unbürokratisch und direkt dort zu helfen wo es an den nötigen finanziellen Mitteln fehlt. So sind in den letzten Jahren verschiedene soziale und karitative Projekte gefördert worden. Die Mittel dazu stammen aus den Überschüssen der Einnahmen, die nach Abzug aller Kosten (Miete, Bühnenbau, Versicherung, Brandwachen, Bühnenabnahme usw.) übrig geblieben sind.